„Es ist alles in Ordnung.“ Du sitzt bei der Ärztin, die Werte stimmen, das Baby wächst, und du gehst nach Hause und fühlst dich trotzdem elend. Und obendrauf kommt jetzt noch der Verdacht, dass du dir das vielleicht einbildest.
- Psychosomatisch heisst nicht eingebildet, sondern dass Körper und Gefühle zusammenhängen.
- Körperliche Ursachen gehören immer zuerst ärztlich abgeklärt.
- Veränderungen in der Schwangerschaft können zusätzlich belasten.
- Was hilft: ernst genommen werden, Muster erkennen und das Unaussprechliche aussprechen.
Deine Beschwerden sind real. Unauffällige Befunde bedeuten nicht automatisch, dass die Ursache psychisch ist. Die medizinische Abklärung und emotionale Unterstützung können nebeneinander stehen.
Was das konkret bedeuten kann
- Übelkeit, die schlimmer wird, wenn Stress dazukommt.
- Neue Brustenge oder Atemnot müssen dringend medizinisch beurteilt werden.
- Schwindel, für den sich keine Ursache finden lässt.
- Verspannungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen ohne Erklärung.
- Herzrasen, das ärztlich eingeordnet werden sollte.
- Schlafstörungen, obwohl du todmüde bist.
Eine psychosomatische Diagnose stellst du dir nicht selbst. Lass neue, anhaltende oder veränderte Beschwerden ärztlich beurteilen. Emotionale Unterstützung kann dich unabhängig davon beim Umgang mit der Belastung begleiten.
Zusätzliche Belastungen in der Schwangerschaft
In der Schwangerschaft können Veränderungen, Erwartungen und Sorgen zusätzlich belasten. Darüber zu sprechen kann dir Raum geben. Es erklärt aber nicht, warum du körperliche Beschwerden hast.
Was hilft
- Ernst genommen werden. Der erste Schritt ist immer, dass jemand sagt: Das ist echt.
- Den Zusammenhang verstehen. Wann wird es schlimmer, wann besser. Oft zeigt sich dabei ein Muster.
- Den Körper wieder spüren lernen. Kurze Übungen, die dich aus dem Kopf zurück in den Körper bringen.
- Das Unaussprechliche aussprechen. Vieles verliert an Druck, sobald es einmal gesagt wurde.
Mehr dazu auf der Seite psychosomatische Beschwerden.
Wenn du dir jemanden zum Zuhören und Sortieren wünschst, kannst du dich bei mir melden. Die medizinische Betreuung läuft unabhängig davon weiter.
Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Wenn es dir sehr schlecht geht, wende dich bitte an deine Ärztin, deine Hebamme oder in einer Krise an die Dargebotene Hand unter Telefon 143.
Fachinformationen zur Einordnung: Periparto: Psychische Gesundheit in der Schwangerschaft. Quellen geprüft am 10. September 2026. Die Einordnung auf dieser Seite ersetzt keine medizinische Beurteilung.





